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Vorsorge treffen

Vollmachten & Verfügungen

Reicht es nicht, dass sich einfach meine Familie um mich kümmert?

Natürlich hofft jeder, dass einem die nächsten Angehörigen in einem existenziellen Ernstfall zur Seite stehen. Und in der Praxis geben Ehegatten und Kinder ja in verschiedensten Situationen Unterschriften für Einwilligungen und andere Erklärungen, da sie sich für vertretungsberechtigt halten. Diese Annahme ist jedoch falsch und sie birgt Risiken: Nach dem Gesetz dürfen lediglich Eltern fü̈r ihre minderjährigen Kinder rechtsverbindliche Erklärungen abgeben. Ehegatten für den Partner oder Kinder für die Eltern dürfen das nicht.

Es gibt nur zwei Wege, stellvertretend für einen volljährigen Menschen rechtsgültige Entscheidungen zu treffen oder Erklärungen abzugeben: Entweder wurde eine rechtsgeschäftliche Vollmacht erteilt oder es wurde ein gerichtlich bestellter Betreuer eingesetzt.

Wer ohne Befugnis handelt, haftet persönlich für eingegangene Verpflichtungen, wenn der Betroffene hierfür nicht aufkommen kann oder die Genehmigung der Maßnahmen durch einen anschließend bestellten Betreuer ausbleibt.

Wir empfehlen deshalb, rechtzeitig eine rechtssichere Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht und Vorsorgevollmacht zu bedenken. Und vor dem Hintergrund der möglichen Folgen nicht rechtssicherer Vollmachten, sollten die Vollmachten durch einen Notar beurkundet werden.